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Bürgerbus Olfen

Bürger fahren für Bürger
Bedarfsorientierter Anrufbürgerbus

Anfang 2013 wurde der bereits bestehende Bürgerbusbetrieb in Olfen mit seinen vier Linien an die Bedürfnisse der Olfener Bevölkerung angepasst, um eine größere Nachfrage bei einer breiteren Zielgruppe zu erreichen. Der Bürgerbus holt jetzt auf telefonische Anfrage der Bürger diese direkt an ihrem Startpunkt im Außenbezirk (z. B. Wohnort) ab und bringt sie zu den festgelegten Haltestellen an wichtigen Standorten in der Stadtmitte. Anhand der eingehenden Anrufe wird mit Hilfe einer Software eine optimale Route für eine Fahrt des „Anrufbürgerbusses“ ins Stadtzentrum festgelegt. Der Bürgerbus fährt also nur dorthin, wo er gebraucht wird. Leerfahrten und entsprechende Kosten werden deutlich reduziert. Die Rückfahrt erfolgt dann von einer der Haltestellen im Stadtzentrum. Das ist ein bedarfsorientierter Ansatz, der sich von der Linie löst. Ziel ist es, die Mobilität aller Bürger sicherzustellen damit das Leben in den bestehenden Wohngebieten attraktiv bleibt.


Bürgerbusverein Olfen
So funktioniert's

Der Bürgerbusverein Olfen hat sich 1997 gegründet, um den Öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern. Am 26. Oktober 1998 startet der Bürgerbus Olfen als erstes Projekt dieser Art im Kreis Coesfeld. Viele Olfener haben das neue Angebot unter dem Motto „Bürger fahren für Bürger“ mit großem ehrenamtlichen Engagement auf die Beine gestellt. Das Angebot erfolgte wie im klassischen Linienverkehr als Linie mit festen Abfahrtszeiten und einer Bedienung zwischen zwei Haltestellen. Dieses klassische System wurde im Januar 2013 durch ein neues, innovatives System abgelöst.

Kernelement des neuen Angebotes ist die Lösung von einer reinen Haltestellenbedienung. Um allen Einwohnern eine Grundversorgung ihrer Mobilität zu gewährleisten, musste ein Konzept entwickelt werden, welches die Bedienung bis vor die Haustür vorsah. Dies widersprach allerdings der Gesetzgebung. Im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung konnte schließlich ein neues Bedienungskonzept entwickelt werden. Dieses beinhaltet neben der klassischen Bedienung zwischen Haltestellen zwei zusätzliche Bedienungsvarianten.

Im Unterschied zum Taxiverkehr muss auch beim neuen Angebot immer mindestens eine Haltestelle Bestandteil der Route sein. Der Bürgerbus fährt nach Bedarf zur vollen Stunde ab Eversum, zur halben Stunde ab Vinnum und dazwischen im Kernstadtgebiet jeweils zu 15. Und 45. Minute. Die festgelegten Abfahrtsminuten dienen der Orientierung und können entsprechend der Routenberechnung durch die Software variieren. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht.

Kontaktinformationen

Rufen Sie einfach an und es wird Ihnen gesagt, ob noch ein Platz frei ist oder Sie zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt gefahren werden können.

Telefonnummer 389-389

Das Leohausbüro ist unter die Telefonnummer zu erreichen und nimmt Ihre Fahrtwünsche zu folgenden Zeiten entgegen:

Montag-Donnerstag:   08.30 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr

Freitag: 08.30 bis 12.30 Uhr

Fahrpläne, Fahrzeiten sowie aktuelle Informationen erhalten Sie auf

www.buergerbus-olfen.de

 

 

 

 

 


Mobilitätsprojekt ist Ministervision für NRW
Minister Groschek lobt Bürgerbus

Bis 2013 fuhr der Bürgerbus ebenfalls nach einem festgelegten Linienweg und Fahrplan. Es gab 4 Linien und festgelegte Haltestellen. Viele Wohnlagen außerhalb der Stadtzentren waren nicht wirklich gut zu erreichen. Dies hatte gravierende Nachteile für ältere oder sozial schwächere Menschen ohne Auto. Es galt also ein flächendeckendes und flexibleres Angebot zu entwickeln, welches sich am Bedarf der Bevölkerung orientiert um sie an die Zentren mit ihren Einrichtungen des öffentlichen Lebens und der Nahversorgung anzubinden.

Heute wird der Bürgerbus immer noch von ehrenamtlichen Aktiven geführt und gefahren - das unterscheidet den Bus von anderen Linienbussen. Außerdem gibt es keine festen Linienwege oder Haltestellen mehr. Der Bus fährt noch Bedarf (nach telefonischer Anmeldung) und holt die Fahrgäste direkt vor der Haustür ab. Eine Entwicklung die zu einer enormen Nachfrage führte und die Mobilität in Olfen bereichert hat.

"Sie setzen im Kleinen das um, was ich als Vision für ganz NRW habe. Ich sehe Ihre Projekte als Schlüssel der Zukunft in Sachen Mobilität und ich wünsche, dass dieses Projekt massiv von unserem Haus unterstützt wird".So die klaren Worte von Michael Groschek - Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr in Nordrhein-Westfalen. Minister Groschek war im Rahmen einer vorangegangenen Konferenz auf die Olfener Mobilitätsprojekte "Flexibler Anrufbürgerbus" und "Bedarfsorientierter Schulbusverkehr" aufmerksam geworden und war deshalb gerne der Einladung der Stadt Olfen gefolgt, sich die technische und personelle Umsetzung dieser Projekte näher anzuschauen. Mit dabei alle maßgeblichen Vertreter der an den Projekten Beteiligter.

v.l. André Pieperjohanns (Geschäftsführer RVM GmbH), Josef Klaas (Gemeinde Nordkirchen), Uta Schneider (Geschäftsführerin Regionale 2016), Josef Himmelmann (Bürgermeister Stadt Olfen), Gerrit Tranel (ZVM BUS), Mario Löhr (Bürgermeister Stadt Selm), Minister Michael Groschek, Wolfgang Kiski (Beigeordneter Stadt Haltern), Joachim Gilbeau (Kreisdirektor Coesfeld), Manfred Kostrewa (Bürgerbusverein Olfen) und Landtagsabgeordneter Werner Jostmeier