Steckbrief Poitou-Esel
Der Poitou-Esel (frz. Baudet du Poitou) ist eine gefährdete Großeselrasse, die nach dem Gebiet Poitou (Region Poitou-Charentes, Hauptort Poitiers) im Westen Frankreichs benannt ist.
Die Rasse ist seit dem 11. Jahrhundert bekannt, vermutlich aber schon früher entstanden. Sie war in Südwestfrankreich verbreitet. Heute gibt es jedoch nur noch wenige Reinzuchten.
Die Hengste haben ein Stockmaß von 140 bis 150 cm, die Stuten sind 130 bis 145 cm hoch. Der Poitou-Esel wirkt knochig und hat ein langes, zottiges Fell, das meist schwarzbraun ist. Maul, Augenränder und Bauch sind weißgrau.
Steckbrief Katalanischer-Riesensesel
Der Katalanische Riesenesel wird als der größte Esel bezeichnet. Allgemein hat der Katalane einen schmalen, langgestreckten und doch harmonischen Körperbau mit kräftigen Gliedmaßen. Früher war er unverzichtbares Nutztier in der Land- und Forstwirtschaft und wurde zur Maultierzucht eingesetzt. Er wurde in viele Länder zur Veredelung bodenständiger Rassen exportiert. Hauptzuchtgebiet ist heute die Gegend um Girona - Banyolas. Nach dem zweiten Weltkrieg rapider Rückgang der Bestände.
Daten:
Stockmaß: bis 160 cm
Gewicht: 350 bis 380 kg
Farbe: schwach getöntes Schwarz mit rosinenfarbigen Partien und Kastanienbraun mit weiß-silbrigen Augenumrandungen, Maul und Unterbauch.
Berichterstattung der Ruhr-Nachrichten zum Leben der Esel in der Steveraue
Betreuung rund um die Uhr
Von Theo Wolters am 28. Juli 2009 14:52 Uhr
Olfen. Dem Stutfohlen von Galaxie geht es gut. Und dies ist der Verdienst von freiwillligen Helfern. Denn das noch recht kleine Eselweibchen benötigt weiterhin eine 24-Stunden-Betreuung. Das Kleine von Eselstute Galaxie ist etwas zu klein zur Welt gekommen. Den Unterschied sieht man deutlich, wenn man das einen Tag später geborene Hengstfohlen von Kaline betrachtet.
Fohlen trinkt nicht selbstständig
Während das Hengstfohlen von Beginn an bei seiner Mutter trinkt, hat das Stutfohlen damit noch Probleme. Es geht zwar immer wieder zu seiner Mutter, doch kann es die Zitzen noch nicht in sein Eselsmaul bekommen. Dabei unterstützen die freiwilligen Helfer das junge Fohlen. Sie führen den Mund an den Euter, das Stutfohlen trinkt dann auch immer.Achten müssen die Helfer auch darauf, dass Galaxie ihr Fohlen nicht tritt. Sie hat genug Muttermilch in ihrem Euter und will ihr Kleines säugen - und wenn ihr Fohlen dann nicht trinken will, wird sie unruhig.
Rund um die Uhr vor Ort
"Das Stutfohlen muss alle 45 Minuten trinken, daher müssen wir auch rund um die Uhr vor Ort sein", erklärt Norbert Niewind. Die Aufsicht übernehmen grundsätzlich Erwachsene. Oft werden sie von jungen Tierfreunden unterstützt."Wir wollen die Betreuung so lange durchführen, bis das Stutfohlen selbstständig trinken kann", so Norbert Niewind, der auch schon einige Nachtstunden in der Steveraue verbracht hat.
Springen in der Steveraue
Der Eselbereich entwickelt sich immer mehr zu einem beliebten Punkt für Radfahrer und Spaziergänger. Auch Bürger aus anderen Städten reisen an, um dem Treiben der Esel zuzuschauen. Beide Fohlen springen immer wieder durch die Steveraue.
Doch Kaline und Galaxie lassen ihren Nachwuchs nie aus den Augen. Immer sind sie dicht bei ihren Kleinen. Und wenn das Hengstfohlen etwas zu nah an Galaxie herankommt, gibt es auch schon mal einen sanften Tritt. Auf ihren Nachwuchs wartet weiterhin der katalanische Esel Marianne. Doch im letzten Jahr kam ihr Fohlen Pia auch einige Tage später zur Welt. Foto:Wiefel
Berichterstattung der Ruhr-Nachrichten zum Leben der Esel in der Steveraue
Schnell auf den eigenen Beinen
Von Theo Wolters am 27. Juli 2009 19:04 Uhr
Olfen. Kaline hat nun auch ihr Fohlen geboren. In der Nacht zu Montag kam ein gesundes Hengstfohlen in der Steveraue zur Welt. Unterdessen hat sich der Zustand von Galixies Stutfohlen stabilisiert. Dennoch wird es rund um die Uhr von freiwilligen Helfern betreut. Gegen 23.30 Uhr hatte sich die Poitou-Eselstute Kaline an einem entfernten Ort in die Steveraue niedergelegt. Pia Niewind, die sich zu dieser Zeit um das Stutfohlen kümmerte, hörte Kaline stöhnen und informierte ihren Vater Norbert Niewind.
Liebevoll abgeleckt
Als dieser zur Steveraue kam, hatte die Geburt bereits begonnen. Um 0.45 Uhr kam das Hengstfohlen zur Welt. Nachdem zunächst Pia Niewind das Fohlen mit Stroh trocken gerieben hatte, übernahm Kaline die Arbeit. Liebevoll leckte sie ihr Fohlen ab.Das Fohlen versuchte auch recht schnell aufzustehen. Zunächst gelang es noch nicht so richtig, doch eine Stunde nach der Geburt stand das Fohlen selbstständig auf seinen Füßen.
Auf Streiftour durch die Steveraue
Am späteren Montagmorgen erkundete es dann bereits gemeinsam mit seiner Mutter die Steveraue. Wie Norbert Niewind erklärte, geht es dem Fohlen gut. Bereits im vergangenen Jahr hatte Kaline das Hengstfohlen Unicum zur Welt gebracht. Der Zustand des am Samstag geborenen Stutfohlen hat sich nicht verschlechtert. Zwar muss es weiterhin zur Mutter zum Saugen geführt werden, doch ist der Zustand recht stabil.
Namen werden mit V beginnen
Rund um die Uhr sind zurzeit Freiwillige bei dem Stutfohlen und sorgen dafür, dass es regelmäßig die Muttermilch zu sich nimmt. Doch über dem Berg ist es noch nicht. Wichtig sind für Eselfohlen die ersten zwei Wochen. Und auch erst dann wird man sich über einen Namen Gedanken machen. Sicher ist nur, dass die Namen mit dem Buchstaben V beginnen. Die ersten Buchstaben von Eselfohlen richten sich jeweils nach Jahren. Und 2009 ist das V an der Reihe.
2010 Baby-Pause
Nun muss nur noch die katalanische Eselstute Marianne ihr Fohlen zur Welt bringen. Mit der Geburt ist auch in diesen Tagen zu rechnen. Im nächsten Jahr wird es keinen Eselnachwuchs in der Steveraue geben.Denn wenn die Stuten in den nächsten Monaten wieder gedeckt würden, wäre die Geburt in den Wintermonaten. So sollen die Stuten jetzt wohl erst im März/April gedeckt werden. Nachwuchs würde es dann im Frühjahr 2011 geben. Foto:Wolters
Berichterstattung der Ruhr-Nachrichten zum Leben der Esel in der Steveraue
Erstes Eselfohlen in diesem Jahr ist da
Von Theo Wolters am 26. Juli 2009 11:20 Uhr
Olfen. Samstag um 9.30 Uhr wurde das erste Poitouesel-Fohlen in diesem Jahr geboren. Galaxie brachte ein Stutfohlen zur Welt. Zuerst war es noch recht unsicher auf den Beinen, doch am Sonntagmorgen ging es dem Fohlen schon viel besser.
Allerdings hat es noch große Probleme mit dem Trinken. In den ersten Stunden erhielt es Milch aus einer Flasche, wurde dann immer wieder zur Mutter geführt. Das Fohlen saugte zwar, doch findet es nicht selbstständig die Zitzen bei ihrer Mutter. Pia Niewind und Norbert Niewind, Wolfgang Loik und Georg Holtmann kümmerten sich liebevoll um das Fohlen. Abgelöst wurden sie bei der Aufsicht von Beate Burkhardt, die als Eselpatin beim ersten in Olfen geborenen Fohlen von Galaxie vorgesehen ist.
Die nächsten Tage entscheiden
„Wir müssen die nächsten Tage abwarten, wichtig ist, dass das Fohlen nun bald selbständig trinkt.“ Im letzten Jahr hatte Galaxie ihr Fohlen während der Schwangerschaft verloren. Vor zwei Jahren hatte Galxie ein Hengstfohlen zur Welt gebracht. Dies war aber 24 Stunden nach der Geburt gestorben. Damit dies nicht nochmal passiert, haben sich im Laufe des Sonntags viele Ehrenamtliche gefunden, die dafür Sorge tragen, dass das Fohlen rund um die Uhr zum Trinken geführt wird.
Auf ihren Nachwuchs warten noch die Poitoustute Kaline und der katalanische Riesenesel Marianne.
Marianne musste von den beiden anderen Stuten getrennt werden. Sie war eifersüchtig auf das Fohlen, so dass sie zur Sicherheit zu den beiden Fohlen des letzten Jahres Unicum und Pia ausgegliedert wurde. Foto: Wolters
Berichterstattung der Ruhr-Nachrichten zum Leben der Esel in der Steveraue
Trauer und Freude liegen dicht beieinander
Von Theo Wolters am 20. Juli 2009 15:14 Uhr
Olfen. In der Steveraue wird in den nächsten Tagen Eselnachwuchs erwartet. Allerdings gibt es auch eine traurige Mitteilung: Renny ist tot. Der Poitou-Esel musste eingeschläfert werden.
Wie Norbert Niewind erklärte, habe Renny eine Kolik oder eine Darmverschlingung gehabt. Möglich auch eine Magendrehung. Man habe zwar noch den Tierarzt geholt, doch habe auch der dem Esel nicht mehr helfen können.
Tragende Stuten von Gruppe getrennt
Gut geht es dagegen den drei tragenden Stuten Marianne, Kaline und Galaxie. Seit einigen Tagen haben die Stuten nun ihren eigenen Bereich in der Steveraue. Die beiden letztjährigen Fohlen Pia und Unicum grasen nun ohne die Stuten gemeinsam mit den Heckrindern. „Einen Tag hat es Trennungsschmerz gegeben, doch dann sind beide Fohlen allein durch die Steveraue gewandert“, erklärte Georg Holtmann.
Geburt steht bevor
Die Stuten sind im vergangenen Jahr zwischen dem 23. und 27. Juli vom Leihhengst Quincet gedeckt worden, der aus den Vogesen stammt. Die Tragezeit bei Eseln beträgt rund zwölf Monate. „Eine Geburt ist in den nächsten Tagen möglich, es kann aber auch noch etwas dauern“, so Norbert Niewind.
Im vergangenen Jahr waren zwei Fohlen zur Welt gekommen. Galaxie hatte ihre Fohlen verloren. Die katalanische Rieseneselstute Marianne ist die Mutter von Pia, Die Poitou-Stute Kaline hatte das Hengstfohlen Unicum zur Welt gebracht.
Berichterstattung der Ruhr-Nachrichten zum Leben der Esel in der Steveraue
Eselhengst Quincet empfängt zwei Stuten in der Aue
Von Theo Wolters am 13. März 2009 18:10 Uhr
Olfen. Poitou-Esel Quincet hat für einige Zeit zwei neue Freundinnen in der Steveraue. Die Gaststuten sind eigentlich in der Nähe von Gießen zuhause, doch nun grasen sie für einige Wochen in der Steveraue.
Abgetrennt von den anderen Eseln grasen die beiden Stuten gemeinsam mit dem Hengst im Bereich am Judenfriedhof. Und wenn sie tragend sind, werden die Stuten die Steveraue wieder verlassen. Foto: Wolters









