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Neugeborenen-Besuchsdienst im 5. Jahr bei Olfener Familien zu Gast

Bis zu 100 Neugeborene erblicken jedes Jahr in Olfen das Licht der Welt und werden dabei nicht nur von ihren Familien freudig willkommen geheißen. Seit nunmehr fast fünf Jahren machen sich regelmäßig sechs Besuchsmütter aus Olfen im Auftrag der Stadtverwaltung und des Kreisjugendamtes Coesfeld auf den Weg, um die neuen Erdenbürger in den jeweiligen Familien kennen zu lernen. Eine liebevoll gestaltete Tasche mit Aufmerksamkeiten wie einer Trinkflasche, hochwertigen Spenden der Olfener Apotheken, selbst gestrickten Söckchen sowie reichlich Informationsmaterial gehören dazu.

"Herzlich willkommen in unserer Gemeinschaft"

"Uns ist wichtig, die jungen Mütter und Väter kennen zu lernen, ihnen Informationen und Hilfestellungen anzubieten und ihnen zu zeigen, dass Olfen für sie und ihren Nachwuchs eine Menge zu bieten hat", sagt Doris Sendermann. Sie organisiert die Besuchsdienste und ist gleichzeitig eine der sechs Besuchsmütter, die sämtlich dem Verein "MiO - Miteinander in Olfen" angehören. MiO hatte den Besuchsdienst angestoßen und nach einem entsprechenden Kooperationsvertrag der Stadt Olfen mit dem Kreisjugendamt im Herbst 2012 im Auftrag der Stadt Olfen mit dem bis heute sehr erfolgreichen Projekt begonnen.

 

Keine Kontrollfunktion

"Wir suchen den persönlichen Kontakt zu den Familien und haben dabei keinerlei Kontrollfunktionen", betont Agnes Himmelmann vom MiO-Vorstand. Ist ein Kind geboren, erhalten die Familien eine Info-Karte per Post und können sich zurückmelden, wenn sie einen Besuch wünschen. "90 Prozent der Familien melden sich und laden eine Besuchsmutter ein", so Doris Sendermann. "Das zeigt uns sehr deutlich, dass unser Angebot auf fruchtbaren Boden gefallen ist".Zu den Informationsmaterialien, die die Besuchsmütter überreichen, gehört auch ein eigens erstellter Familienwegweiser. Er enthält umfangreiche Informationen zu Olfener Angeboten, Anlaufstellen und Institutionen rund um das Baby und Kleinkindalter. "Wir bieten uns als Ansprechpartnerinnen an und laden außerdem alle Familien herzlich zur Teilnahme am regelmäßig stattfindendenden von MiO organisierten Eltern-Kind-Kontakt-Café ins Leohaus ein", erläutern die Besuchsmütter.

 

Neugeborene in Flüchtlingsfamilien

Neues Thema für die Besuchsmütter sind die Neugeborenen in den Flüchtlingsfamilien. "Hier gab es in den letzten Wochen bereits Nachwuchs. Wir freuen uns auf weitere Kinder, die in den nächsten Monaten zur Welt kommen", erzählt Mary Marcellus, die als Integrationsbeauftrage für die Stadt Olfen tätig ist. Selbstverständlich sollen auch diese Babys in Olfen gebührend willkommen geheißen werden. Da es aber bei vielen Familien noch große Sprachbarrieren gibt, ist zweimal jährlich eine gemeinschaftliche Begrüßung in größerer Runde geplant, bei der bei Bedarf auch ein Dolmetscher dabei sein wird." So können wir die nötigen Informationen besser vermitteln und Berührungsängste der Flüchtlinge mindern", sind sich Mary Marcellus und die Besuchsmütter sicher.Sicher ist auch, dass sich Daniela Sube, Doris Sendermann, Regina Schulz, Agnes Himmelmann, Barbara Närmann und Claudia Scholz auch 2017 bei ihren Besuchen wieder auf viele Neugeborenen und deren Familien freuen. "Es ist immer wieder toll, persönliche Kontakte zu knüpfen und den Kleinen und ihren Familien zu zeigen, dass sie alle Teil der Olfener Gemeinschaft sind".


Bildunterschrift: Die Besuchsmütter freuen sich auf die Neugeborenen der Stadt und deren Familien. V.l.n.r (unten) Mary Marcellus, Doris Sendermann, (oben) Daniela Sube, Agnes Himmelmann, Barbara Närmann, Claudia Scholz und Astrid Diekerhoff.