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Pflicht und Kür im Stadtarchiv
"Hier bewahren wir einen Teil der Olfener Seele"

Nüchtern sieht er aus, der Keller im Untergeschoss der Wolfhelm-Gesamtschule, der das Archiv der Stadt Olfen beherbergt. Kisten und Regale mit Aktenordnern und Büchern angefüllt bestimmen den ersten Eindruck im Neonlicht. Kein Ort zum Wohlfühlen? Weit gefehlt, wenn man in die strahlenden Augen von Maria Holtmann schaut, die mit gezieltem Griff einen Bildband aus den Regalen zaubert und binnen Sekunden die ersten spannenden Geschichten aus Olfener Zeiten erzählen kann.

"Ich liebe das Stadtarchiv. Hier finde ich an jeder Stelle Teile der Olfener Seele", lacht Maria Holtmann und lässt ihren Blick über die Ansammlungen von Registern, Bildern und auch noch nicht katalogisierten Kisteninhalten schweifen. Sie ist seit 2011 für das Olfener Stadtarchiv zuständig und hat Ordnung in "ihren" Unterlagen. Sie weiß um die Aufbewahrungsfristen von behördlichen Vorgängen und hat sie nach fachlicher Vorgabe nach ordnungsgebenden Großbuchstaben katalogisiert. Dabei sind die Bereiche A bis E Pflicht aber Bestand "H" für Maria Holtmann die Kür: "Hier wird alles Historisches abgeordnet, was uns zur Verfügung gestellt wird", erläutert Maria Holtmann. Und nicht selten sind darunter auch Exponate, die die Olfenerin an ihre eigene Kindheit oder miterlebte Stadtgeschichte erinnert.

40 Jahre im Dienste der Stadt Olfen

"Wir sind sehr glücklich, Maria Holtmann nebenberuflich für die Aufgabenstellungen im Stadtarchiv gewonnen zu haben. Sie war 40 Jahre bei der Stadt Olfen und hier viele Jahre im Vorzimmer des Bürgermeisters tätig", so Daniela Damm, Leiterin des Fachbereiches Allgemeine Verwaltung, Bildung, Freizeit und Generationen in Olfen. "Viele junge Kolleginnen und Kollegen profitieren auch im täglichen Ablauf von ihrem Wissen und vielen Erinnerungen".

"Mein größtes Problem ist: Ich kann schlecht wegwerfen", schmunzelt Maria Holtmann und erzählt, dass sie kürzlich einen Stapel Frauenzeitschriften aus den 1920er Jahren bekommen hat. Sicher. Keine Stadtgeschichte. Aber: "Das kann ich doch unmöglich ins Altpapier geben!" Besonderen Spaß macht es ihr, wenn sie bei der Ahnenforschung helfen kann. Ein Bereich, der immer mehr Liebhaber findet und bei dem auch die verschiedenen Melderegister der Stadt Olfen, die bis 1830 zurückreichen, helfen können.

In enger Zusammenarbeit mit dem seit 20 Jahren bestehenden Geschichtskreis des Olfener Heimatvereins werden immer wieder neue, geschichtsträchtige Unterlagen und Fotos gesichtet. Doch nicht alle Exponate können zugeordnet oder mit Namen beschriftet werden. "Ich freue mich über jede ideelle Unterstützung von Menschen, die sich für Olfen und alle Geschichten unserer Stadt interessieren und vielleicht selber umfangreiches Hintergrundwissen haben", sagt Maria Holtmann. Und natürlich auch über Erinnerungen, die in irgendwelchen Ecken schlummern. Oftmals seien es private Nachlässe, die spannende Stücke zu bieten haben.

Für alle Fragen rund um das Stadtarchiv steht Maria Holtmann gerne zur Verfügung.
Kontakt: holtmann@olfen.de oder telefonisch 02595-1043.