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Geschichte

Olfen
Im Wandel der Zeit

"Olfen Ihr Ziel im Grünen", so lautete bis vor nicht allzu langer Zeit der Wahlspruch für die Steverstadt. Und auch, wenn das Motto heute mit "Olfen - ein gutes Stückchen Münsterland" ein klein wenig angepasst wurde, so zeigt sich doch eins: Die Stadt Olfen ist in all den Jahrhunderten seit ihres Bestehens, vor allem durch Bodenständigkeit und Sinn für Gemeinschaft geprägt.

Über 1.125 Jahre Geschichte

Bischof Wolfhelm, der vom Oberhof Ulfloa stammte und 889 seinen gesamten Olfener Besitz dem Kloster Werden schenkte, gab unserer Stadt den Namen. Nach der Ansiedlung von Gewerbetreibenden und Handwerkern blühte Olfen mit der Ausweitung des Fernhandels auf der Rheinischen Straße (B 235) zunächst auf und entwickelte sich zu einer Stadt minderen Rechts, die um 1500 etwa 500 Einwohner hatte.

In den folgenden Jahrhunderten hatten die Bürger Olfens aber in erster Linie mit den Folgen historischer Ereignisse zu kämpfen. Hierbei entstand auch die "Olfener Mauer", eine Befestigungsanlage, die die Bürger Olfens um 1600 eigenmächtig und rechtswidrig errichteten, um sich vor Raub und Plünderei durch Niederländer und Spanier zu schützen. Seuchen und Missernten, durchziehendes Kriegsvolk und Steuerlasten lähmten den weiteren Aufstieg der Stadt. Erst im 19. Jahrhundert mit tiefgreifenden sozialen und ökonomischen Veränderungen und mit der industriellen Revolution erhielt auch Olfen neue Chancen.

 

Der große Brand von Olfen

Als "Der große Brand von Olfen", bei dem 142 Häuser zerstört wurden, ist die Brandkatastrophe von 1857 in die Olfener Geschichte eingegangen. Der damalige Wiederaufbau der Stadt bringt aber auch einen weiteren Entwicklungsschub. Neben befestigten Straßen, neuen Wirtschaftswegen und Brücken wird auch eine neue Kirche und später ein Krankenhaus, eine Darlehnsbank und eine Sparkasse erbaut. Weiterhin werden Wasserversorgung und Stromanschluß gelegt. Die beiden Weltkriege hinterlassen auch bei den Olfenern Spuren, allerdings sind der Steverstadt größere Angriffe erspart geblieben.

Zusammenhalt und Nachbarschaftshilfe waren dann 1946 gefragt, als innerhalb eines Jahres knapp 2.000 Flüchtlinge nach Olfen kamen, von denen die meisten in Olfen ihre zweite Heimat gefunden haben. Gemeinsam haben sie Olfen zu dem gemacht, was es heute ist.


Chronik der Stadt Olfen
Werner Frese

"Olfen ist, wie Bodenfunde und das jüngst entdeckte Römerlager zeigen, ein seit Urzeiten besiedelter Grenzraum, dessen strategische Bedeutung die vielen befestigten Adelshäuser belegen. Um die Kirche auf dem 889 erstmals erwähnten Haupthof entstand eine Siedlung von Kaufleuten und Handwerkern, die im 16. Jahrhundert die Rechtes eine Wigbolds gewann.

Im 20. Jahrhundert prallten der Lippe mehr denn je zwei Welten aufeinander: hier Landwirtschaft und Handwerk, dort Industriegebiete; hier eine fest verwurzelte Bevölkerung, dort eine industrielle Reseverearmee; hier katholisches Milieu, dort proletarisches Klassenbewusstsein. Seit den 1960er Jahren entwickelt sich Olfen zu einem Knotenpunkt zwischen Ruhrgebiet und Münsterland und nutzt die Lage an der Grenze geschickt als Standortvorteil. Die Geschichte Olfens wird nun erstmals wissenschaftlich fundiert erzählt."

Erhältlich im Tourismus- und Bürgerbüro für 29,95 €.

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