Skip to main content

News

Erstellt:

Aufnahmeverfahren für Kitas verbesserungswürdig
„Jedes Kind soll einen Platz bekommen“

„Für mich ist das Aufnahmeverfahren, das durch das Kreisjugendamt Coesfeld für Kindergärten festgelegt und von der

Stadt Olfen entsprechend bearbeitet wird, verbesserungswürdig. Insbesondere die Aufnahmekriterien der einzelnen Einrichtungen müssen für die Familien transparenter gemacht werden“, so das Fazit von Bürgermeister Wilhelm Sendermann im Nachgang des zurückliegenden Anmeldeverfahrens zum Kindergartenjahr 2022/2023.

Stand der Dinge ist, dass 243 Anmeldekarten an Olfener Familien versandt wurden. Davon sind 170 Rückmeldungen in den Olfener Kindertageseinrichtungen eingegangen. Nicht alle dieser angemeldeten Kinder hatten zum 01.08.2022 das erste Lebensjahr vollendet und somit einen Rechtsanspruch. 157 der angemeldeten 170 Kinder bekamen einen Platz in ihrer Wunsch- oder alternativ angegebenen Einrichtung. Dabei wurden im Rahmen des Anmeldeverfahrens auch bereits die Plätze vergeben, die Ende des Jahres im Erweiterungsbau der evangelischen Tageseinrichtung Arche Noah zur Verfügung stehen werden.

Bei 13 Familien musste zunächst ein Bedarf ermittelt werden. Vier dieser Familien haben einen Platz in einer Kindertagespflegestelle bekommen. Sechs Kinder hatten keinen Rechtsanspruch. Drei Kinder mit Rechtsanspruch hatten zunächst trotz ausreichender Angebote keinen Platz bekommen.

 

„Nach eingehender Prüfung stellte sich leider heraus, dass einige Kinder ohne Rechtsanspruch in den Kitas aufgenommen wurden“, erläutert Martin Kramer von der Stadt Olfen. Nach nochmaliger Prüfung aller Kapazitäten in den Kindertageseinrichtungen, haben schließlich alle Kinder mit Rechtsanspruch einen Betreuungsplatz zum Start 01.08.2022 erhalten. „Fakt ist, dass ein weiterer Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen (Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen) wohl erfolgen muss. Dafür müssen weitere Planungen für die Deckung des jetzigen, des zukünftigen und auch des vorübergehenden Bedarfs und die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz erfolgen, auch um den potenziellen Trägern eine angemessene Vorbereitungszeit und Personalakquise zu ermöglichen“, so Martin Kramer.

 

„Rein formal ist das Kreisjugendamt für die Kindergartenbedarfsplanung und deren Umsetzung zuständig. Die Aufnahme in einen Kindergarten ist zudem von den jeweiligen Aufnahmekriterien der Träger abhängig. Trotzdem fühle ich mich mit verantwortlich dafür zu sorgen, dass jedes einzelne Olfener Kind einen Kita-Platz bekommt“, so Bürgermeister Sendermann.

 

Für das Kindergartenjahr 2023/2024 wolle die Stadt Olfen deshalb frühzeitig in einen engeren Austausch mit dem Kreisjugendamt und den Kindergartenträgern treten.