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Corona-Spaziergänge

In Olfen haben jetzt schon zum dritten Mal sogenannte Corona-Spaziergänge stattgefunden. Am letzten Dienstag hatten sich rund 120 Impfskeptiker zunächst auf dem Marktplatz versammelt und zogen dann durch die Innenstadt.

Von den Olfener Kirchengemeinden wurden zeitgleich Kerzen als äußeres Zeichen für die Dankbarkeit für das Gesundheitssystem und die Demokratie angezündet. Auch sollten gegenüber den Impfgegnern gesellschaftliche Werte wie Schutz der Kinder und der älteren Menschen geäußert werden.

 

Bürgermeister Wilhelm Sendermann ist es ein Anliegen, sich bei den Kirchen dafür zu bedanken. Er war am letzten Dienstagabend ebenfalls vor Ort. „Es war an der Zeit, dass Olfen dort ein Gesicht zeigt und wir die Menschen nicht glauben lassen, dass viele hier so denken. Die breite Mehrheit schaut leider eher passiv zu.“

 

Anders als die Polizei hat er auch eine klare Meinung zu den Spielregeln: „Solche Spaziergänge müssen angemeldet und wenn nicht, müssen sie aufgelöst werden. Und dort muss auch der Gesundheitsschutz der Corona-Regeln eingefordert werden. Dort ist ja kein rechtsfreier Raum.“.

 

Sendermann hat Sorge, dass solche „Spaziergänge“ ohne Einhaltung klarer Regeln durch die Nähe Olfens zum Ruhrgebiet viele von außen und auch Rechtsradikale anziehen könnten.

 

„Die Polizei hat mir nochmals versichert, dass ihr das nicht aus den Händen gleiten werde, doch meine Sorge bleibt. Als Bürgermeister kann ich derzeit nicht mehr tun, ich bleibe aber dran“, versichert das Olfener Stadtoberhaupt mit Blick auf kommenden Dienstag.