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Dringender Handlungsbedarf nach Schaden an der Füchtelner Mühle

Konkrete Maßnahmen nach Ortstermin eingeleitet

„Letztendlich können wir froh sein, dass diese gravierende Schwachstelle entdeckt wurde. Jetzt müssen wir gezielt handeln und dafür sorgen, dass weder die Mühle selbst noch die Steveraue und deren Bewohner dauerhaften Schaden erleiden,“ so Bürgermeister Wilhelm Sendermann im Nachgang zu einer Zustandserfassung, die am Montag gemeinsam mit Vertretern des Kreises an der Füchtelner Mühle stattfand.

 

Ursprünglich war der Wasserstand der Stever zu Wartungsarbeiten an der historischen Mühle abgesenkt worden. Schnell stellte sich im nachfolgenden Prüfverfahren durch den Kreis Coesfeld heraus, dass durch Auswaschungen im Laufe der Jahrzehnte der Mittelpfeiler der Mühle stark beschädigt wurde. So stark, dass bei Schließung des Wehres Einsturzgefahr bestehen könnte, waren sich die Fachleute und die Vertreter des Kreises einig. Die sichtbare und für die Natur spürbare Folge: Das Wehr muss zunächst geöffnet bleiben und damit bleibt der Wasserstand der Stever niedrig.

 

„Von einem erneuten Aufstau der Stever wird ohne weitere Sicherungsmaßnahmen von den Fachleuten abgeraten“, so Sendermann. Aber es bestehe dringender Handlungsbedarf, weshalb die ersten Maßnahmen zur Erhöhung des Wasserstandes bereits heute (10.5.) getroffen wurden: „Ein Olfener Unternehmen nimmt derzeit eine neue Modellierung des im Zuge des Baus der Umflut ebenfalls geschaffenen Querriegels kurz vor dem Wehr vor“, erläutert Sendermann. Dadurch könne der aktuelle Wasserstand der Stever kurzfristig um immerhin 30 cm erhöht werden.

 

„Wir erhoffen uns damit schon eine Verbesserung für die Ökologie in diesem Steverabschnitt. Eine weitere Erhöhung des Riegels zur weiteren gefahrlosen Erhöhung des Wasserstandes wird derzeit geprüft“, betont der Bürgermeister. Und das sehr zeitnah.

Denn: Das „Ökosystem Stever“ möglichst zu schützen und dafür Sorge zu tragen, dass die Tiere im Fluss so wenig Schaden wie möglich nehmen, stehe jetzt an erster Stelle.

 

Der niedrige Wasserstand der Stever besorgt auch alle, die eine Floßfahrt gebucht haben. „Noch steht nicht fest, wann das Floß wieder seine Runden ziehen kann. Aber wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung und werden dann schnellstmöglich umfassend informieren“, verspricht Wilhelm Sendermann.