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Münsterland Netzgesellschaft (MNG)
mit positivem Jahresrückblick

Investitionen und Pilotprojekte für die Energiewende in der Region

Seit dem 1.1.2023 gehören nach den Gasnetzen auch die Stromnetze der Region zu 100% den Gemeinden Ascheberg, Billerbeck, Havixbeck, Lüdinghausen, Nordkirchen, Olfen, Rosendahl und Senden. Seither haben sie als „Münsterland Netzgesellschaft“ (MNG) gemeinsam mit der GELSENWASSER Energienetze GmbH (GWN) als operativem Partner Neuerungen und notwendige Anpassungen im Versorgungsnetz bewirkt. Und auch für das Jahr 2024 stehen bereits zahlreiche Maßnahmen auf der To-Do-Liste, um das Stromnetz für alle privaten und auch gewerblichen Kunden zukunftsfähig und sicher zu machen.

 

„Seit der Übernahme der Stromnetze haben die beteiligten Gemeinden endlich die Möglichkeit, auch in Sachen Stromversorgung zu bestimmen, welche Ausbaumaßnahmen verwirklicht werden sollen und welche nicht. Denn: Es geht natürlich um Geld, aber eben nicht immer“, so Bürgermeister Sebastian Täger am Rande der jüngsten MNG-Beiratssitzung im Rathaus in Billerbeck

 

Welche Investitionen bereits ins regionale Stromnetz getätigt wurden und welche für das kommende Jahr anstehen, erläuterten die beiden MNG-Geschäftsführerinnen Sandra Körner und Petra Helgers im Detail den Mitgliedern des Beirates. Das Gremium besteht aus den acht Bürgermeister*innen und acht Ratsvertreter*innen aus den Städten und Gemeinden.

 

Neben der Stromerschließung von Neubaugebieten stehen an vielen Örtlichkeiten im Bereich der Münsterland Netzgesellschaft Netzerneuerungen sowie Netzverstärkungen, Abrüstungen von Freileitungen und Gittermasttrafostationen sowie Installationen von Ortsnetzstationen an.

 

Dazu gehört auch der Verbau von ca. 40 Trafostationen. „Die Trafostationen werden hauptsächlich zur

Gebietssanierung und zum Stromnetzausbau für erneuerbare Energien verwendet“, erläutert Manfred Hochbein von der GWN als Leiter der Betriebsdirektion Lüdinghausen. „Da wir für die benötigten Trafostationen aktuell ca. 70 Wochen Lieferzeit einkalkulieren müssen, haben wir uns entschlossen, diese nicht auftragsscharf zu bestellen.“

 

Gespannt sein darf man auch auf die Ergebnisse mehrerer Pilotprojekte zur Stabilisierung und Steuerung des Stromnetzes, die derzeit von der GWN im Auftrag der MNG durchgeführt werden. Hierzu gehört u.a. der Einsatz von sogenannten Niederspannungslängsreglern. „Infolge einer stetig wachsenden Zunahme dezentral einspeisender Energieerzeuger wie Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke, Biogaskraftwerke, und Kraft-Wärmekopplung kommt es zu Spannungsschwankungen, die durch das neue System ausgeglichen werden sollen“, so Manfred Hochbein. Wichtig sei dabei, der Einspeisung aller erneuerbarer Energien den Weg freizumachen.

 

Das Thema Gas gehörte an diesem Abend auch auf die Tagesordnung, denn: Eine Aufgabenstellung ist für die MNG seit der Übernahme der Gasnetze erstmalig: „In Senden sind wir gesetzlich für den Anschluss einer Biogasablage zuständig. Hierdurch entstehen hohe Investitionskosten, da neben den Gasleitungen Anlagen gebaut werden müssen, die die Einspeisung in das allgemeine Gasnetz ermöglichen“, so Geschäftsführerin Petra Helgers.

 

Trotz dieser und zahlreicher anderer Investitionen kann Geschäftsführerin Sandra Körner als Vertreterin der kommunalen Gesellschafter an diesem Abend verkünden: „Unsere Kalkulationen zur Übernahme der Stromnetze haben sich bestätigt. Die kommunalen Investitionen in Gas- und Stromnetze zahlen sich schon jetzt durch einen ersten sichtbaren Vermögensaufbau in den Städten und Gemeinden aus.“