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Corona-Entwicklung in Olfen
09. Oktober 2020

Lesen Sie hier das Statement des Bürgermeisters Wilhelm Sendermann zur aktuellen Situation.

Liebe Olfenerinnen und Olfener!

 

Viele Monate ist das Corona-Virus an unserer Stadt weitgehend vorübergegangen. Das war Ende September vorbei. Mit Stand heute (9.10.) hat Olfen 39 aktiv Infizierte zu verzeichnen. Ca. 300 Personen - vorrangig Schüler/innen - wurden als Erstkontaktpersonen in 14-tägige Quarantäne geschickt, wobei diese Quarantänezeit ab der nächsten Woche endet.

 

Soweit die aktuellen Zahlen, die unter anderem aber nicht ausschließlich aus einer Hochzeitsfeier in Ascheberg resultieren und Olfen binnen weniger Tage zu einem sogenannten „Hotspot“ im Kreis Coesfeld gemacht haben. Doch was bedeuten diese Zahlen für unsere Stadt?

 

In Gesprächen mit den Bürger/innen höre ich einerseits Angst und Verunsicherung und andererseits Lethargie und eine Corona-Müdigkeit heraus. Vorrangig aber den dringenden Wunsch, mit dieser Situation sachlich und zielführend im Sinne aller umzugehen. Dies nicht nur in Bezug auf die gestiegene Ansteckungsgefahr, sondern auch bezüglich der bereits bestehenden und im Zweifelsfalle noch auszuweitenden Einschränkungen im gesamten Alltagsbereich. Schließlich haben nur wenige Infizierungen binnen kurzer Zeit bereits zu Klassen- und sogar einer Schulschließung geführt, die für ganz viele Familien in Sachen Kinderbetreuung und vor allem für die so wichtige Bildung unserer Kinder gravierende Folgen hat. Weitere Maßnahmen stehen gerade nicht zur Diskussion. Der Kreis Coesfeld und somit auch ich gehen momentan trotz der steigenden Zahlen an Infizierten nicht davon aus, dass es einen Lockdown wie im März/April geben wird, sondern stattdessen gezielt auf lokale Ausbrüche reagiert wird. Die Erfahrungswerte der letzten Monate haben alle Beteiligten und auch die Bürger/innen in Sachen Umgang mit Corona geschult. Dies auch im Hinblick darauf, dass im Herbst ein Anstieg der Infektionszahlen zu erwarten war.

 

Wir bewegen uns auf dünnem Eis. Jeder Tag kann neue Rahmenbedingungen bereithalten und keiner von uns hat ein Patenrezept für den Umgang mit diesem weltweiten Pandemie-Szenario. Dabei ist Angst immer ein schlechter Berater. Übermut aber auch. Wir müssen einen Weg finden, mit der Pandemie zu leben, denn ein Ende ist noch nicht in Sicht.

 

Die Mitarbeiter/innen im Rathaus und ich persönlich sind im ständigen Austausch mit den zuständigen Behörden des Kreises und des Landes. Aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Homepage, Facebook und in der Tageszeitung. Dabei ist unser aller Ziel, gemeinsam mit Ihnen irgendwann sagen zu können: Es ist vorbei und wir sind gut durch diese schwere Zeit gekommen.