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Gedenkstein für deutsche Heimatvertriebene - Einweihung im Olfener Stadtpark
22. Oktober 2017

Über 70 Jahre ist es her, dass insgesamt 15 Millionen Deutsche als Folge des 2. Weltkrieges aus ihren Heimatgebieten vertrieben wurden und in den neuen Grenzen der heutigen BRD ganz neu Fuß fassen mussten.

Wie in vielen anderen Städten auch, trafen auch in Olfen zwischen 1945 und 1947 viele Menschen aus den deutschen Ostgebieten ein. Bei einer Einwohnerzahl von damals 4.000 mussten dabei 1.600 Flüchtlinge untergebracht und versorgt werden. Eine Herausforderung, der sich die ganze Stadt Olfen gemeinsam stellen musste und dies erfolgreich getan hat.

„Wir möchten mit dem Gedenkstein an Opfer und Leid durch Flucht und Vertreibung als Folge des 2. Weltkrieges erinnern“, sagt Paul Volkmer, der mit Helmut Hötzel und Georg Heinze eine Arbeitsgruppe gründete, die sich seit zwei Jahren gemeinsam mit der Stadt Olfen dem Thema Gedenkstein intensiv gewidmet hat. Er selber ist als Sechsjähriger mit seinen Eltern und drei Geschwistern aus der Nähe von Glatz in Schlesien in Olfen angekommen und hat hier nach vielen Entbehrungen und Anstrengungen seine 2. Heimat gefunden.

„Wir sind glücklich, mit diesem Gedenkstein erinnern und auch gleichzeitig zum Frieden mahnen zu können. Niemand sollte ein solches Schicksal erleiden“, sagt Paul Volkmer.

Schon mit der Umgestaltung des Stadtparkes stand auf Anregung der Arbeitsgrupp fest, dass ein Gedenkstein für die Vertriebenen dort Platz finden sollte. „Die vielen Menschen, die in dieser Zeit nach Olfen gekommen sind, haben die Geschichte dieser Stadt mitgeprägt. Und dass das Thema Flucht und Vertreibung nicht nur Geschichte, sondern auch Gegenwart ist, sehen wir jeden Tag“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

Die Einweihung des Gedenksteins findet am 22. Oktober 2017 um 11.30 Uhr im Stadtpark mit einem offiziellen Programm statt, zu dem alle Bürger/innen herzlich eingeladen sind.