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Informationsschild zur geplanten Skateranlage "Gelebte Demokratie und ein Versprechen"
18. August 2017

Zur allgemeinen Information zum Bau der geplanten Skateranlage hat die Stadt Olfen jetzt am vorgesehenen Standort hinter dem Tennisplatz ein Informationsschild aufgestellt. Hier ist u.a. eine Projektskizze mit genaueren Details der Anlage und der umliegenden Maßnahmen wie einem 3 Meter hohen, begrünten Lärmschutzwall abgebildet.

"Bisher wurde viel über eine Skateranlage gesprochen, ohne aber genauere Planungen zu kennen. Das möchten wir hiermit ändern, so dass man das Vorhaben besser verstehen kann", so Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

Zum derzeitigen Stand der Diskussionen äußert er sich wie folgt:

"Eine Skateranlage ist - wie viele andere Freizeitangebote in Olfen auch – sicherlich nicht zwingend notwendig für das Funktionieren unserer Stadt. Deshalb wäre es an dieser Stelle einfach, das Projekt  ersatzlos zu streichen, um weitere Auseinandersetzungen innerhalb der Bürgerschaft zu vermeiden. Aber im Zuge der Diskussionen kommt bei mir an, dass es hier schon lange nicht einzig nur um eine Freizeitanlage geht. Es geht auch um den Umgang mit unseren Jugendlichen und deren Platz in unserer Gemeinschaft. Und das ist es, was mir schon Sorgen macht. Für die Zukunft unserer Stadt brauchen wir Kinder und Jugendliche, die wir sehen und hören, für die wir Verständnis haben, denen wir etwas zutrauen und die sich auf unser Wort und demokratische Entscheidungen verlassen können.

Verlässlichkeit gegenüber der Jugend

Wir leben Gott sei Dank in einer Demokratie und jede sachliche und gerne auch kontroverse Diskussion ist für mich immer ein Gewinn. Es verbietet sich aber meiner Meinung nach, mit jungen Menschen zweieinhalb Jahre ein Projekt und zahlreiche Standorte zu besprechen, endlich einen eindeutigen politischen Beschluss zu fassen, um dann bei Gegenwind einen Rückzieher zu machen. Was soll ich, was sollen wir den Jugendlichen sagen? "Wir haben zwar einen Beschluss gefasst, aber wir wollen euch hier doch lieber nicht. Ihr könnt in die Nachbarorte fahren oder gründet erst mal einen Verein." Das finde ich jetzt nicht fair. Auch, wenn ich das Projekt und das Versprechen an die Jugendlichen bei Amtsantritt nur übernommen habe. Für mich ist da Verlässlichkeit gegenüber den jungen Menschen ein höheres Gut.

Allen, die mit dem Standort an der Tennisanlage und dem Friedhof ihre Probleme haben, möchte ich sagen: die hatte ich zunächst auch. Mit dem Hinweis der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, keine Bedenken gegen diesen Standort zu haben, änderte sich das. Die Kirchengemeinden entscheiden und verantworten den Bau der Skateranlage dort nicht - das ist klar und das möchte ich auch nochmal betonen. Der Umgang der Kirchengemeinden mit dem Friedhof und der Totenruhe und vor allem das Verständnis für die Jugend unserer Stadt waren für mich dennoch prägend.

Familienfreundliche Skateranlage

Fest steht für mich, dass wir bei einer reinen, familienfreundlichen Skateranlage bleiben, die nach meiner Ansicht nicht mehr oder weniger störend für die Friedhofsruhe sein wird, als die daneben liegende bewirtschaftete und seit Jahrzehnten gut funktionierende Tennisanlage oder auf der anderen Seite des Friedhofs die viel befahrene Straße "Birkenallee".

Was den Genuss der Steveraue angeht: Die untere Naturschutzbehörde hat keine Bedenken. Die Sitzgruppe kann man auch etwas versetzen, so dass ausreichender Abstand zur Skateranlage für die Beobachtung der Tiere geschaffen werden kann.

Gültigkeit des Ratsbeschlusses

Nach Stand heute ist für mich der Ratsbeschluss gültig und soll umgesetzt werden. Sollte ein Bürgerbegehren oder auch ein Bürgerentscheid gegen den Standort stattfinden und erfolgreich sein, dann wäre das für mich als Demokrat keinesfalls eine Niederlage, sondern ein Auftrag der Olfener Bürger, der dann genauso angenommen und umgesetzt wird. Für die Jugendlichen und das Zusammenleben aller Generationen in unserer Stadt wäre es allerdings schade.“