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Steveraue

Tierische Bewohner

Poitou-Esel

Der Poitou-Esel (frz. Baudet du Poitou) ist eine gefährdete Großeselrasse, die nach dem Gebiet Poitou (Region Poitou-Charentes, Hauptort Poitiers) im Westen Frankreichs benannt ist. Die Rasse ist seit dem 11. Jahrhundert bekannt, vermutlich aber schon früher entstanden. Sie war in Südwestfrankreich verbreitet. Heute gibt es jedoch nur noch wenige Reinzuchten.

Die Hengste haben ein Stockmaß von 140 bis 150 cm, die Stuten sind 130 bis 145 cm hoch. Der Poitou-Esel wirkt knochig und hat ein langes, zottiges Fell, das meist schwarzbraun ist. Maul, Augenränder und Bauch sind weißgrau. Poitou-Esel fressen Gras und Heu und werden bis zu 450 kg schwer. Damit wird er als schwerster Esel der Welt eingestuft. Die Tragezeit der Tiere beträgt 360-370 Tage. Erst im Jahr 2015 sind 3 Eselfohlen in unserer Steveraue zur Welt gekommen: Frida, Freddi und Fridolin.

 

Katalanischer Riesenesel

Der Katalanische Riesenesel wird als der größte Esel bezeichnet. Allgemein hat der Katalane einen schmalen, langgestreckten und doch harmonischen Körperbau mit kräftigen Gliedmaßen. Früher war er unverzichtbares Nutztier in der Land- und Forstwirtschaft und wurde zur Maultierzucht eingesetzt. Er wurde in viele Länder zur Veredelung bodenständiger Rassen exportiert. Hauptzuchtgebiet ist heute die Gegend um Girona - Banyolas. Nach dem zweiten Weltkrieg gingen die Bestände rapide zurück.

Der Katalanische Riesenesel hat ein Stockmaß von bis zu 160 cm und wiegt zwischen 350 und 380 kg. Sein schwach getöntes Schwarz weist rosinenfarbige Partien auf. Außerdem hat er weiß-silbrige Augenumrandungen, Maul und Unterbauch.

Konikpferde

Sie haben keine Angst. Neugier treibt sie oftmals dazu, sich die Besucher aus der Nähe anzuschauen. Und wenn es sein muss, dann können sie sich auch handfest mit der Rinderherde streiten.

Das Konik ist ein sehr genügsames, zähes polnisches Wildpferd, das ursprünglich in der Landwirtschaft gebraucht wurde. Es steht dem Urtyp des Mitteleuropäischen Pferdes, dem ausgestorbenen Tarpan, noch sehr nahe. Auch hier gibt es Rückzüchtungsversuche, die oftmals als echtes Wildpferd, Tarpan oder Konik bezeichnet werden. Das Konik wird inzwischen vielfach in Bewaldungsprojekten eingesetzt so z.B. in mehreren Gebieten in den Niederlanden.

Heckrinder

Imposant präsentiert sich die Heckrind-Herde in der Steveraue. Wachsam und immer bereit, ihre Kälber zu verteidigen, grasen die Tiere in gebührendem Abstand zu den Menschen. Die Tiere sind schwarz mit hellgelbgrauem Aalstrich, die Kühe schwarz mit rötlich-braunem Einschlag und einem rotbraunen Aalstrich. Beiden verfügen über ein weißbehaartes Maul, das sich je nach Ausprägung - wie auch die hellen Stirnlocken - stark vom schwarzen Kopfhaar abhebt.

Beim robusten Heckrind handelt es ich um eine Rückzüchtung der Gebrüder Heck auf den ehemals in Mitteleuropa heimischen Auerochsen (Ur). Es stellt somit eigentlich keine alte Rasse dar. Es wurde aber versucht, die vermuteten Eigenschaften des Auerochsen im Heckrind wieder aufleben zu lassen. Die Hörner sind weit nach vorne oben ausladend und von heller bis weißer Farbe mit dunkler Spitze. Heckrind-Stiere können bis 900 kg schwer werden.

Weißstörche

Die Olfener waren guten Mutes und haben den Weißstörchen, die in den letzten Jahren an Olfen vorbeizogen, Nisthilfen angeboten. Der Lebensraum Steveraue bietet mit rund 120 ha Weideland einen idealen Lebensraum, wenn ein Storchenpaar hier das Vertrauen in die Umgebung setzen kann. Anfang 2008 war es dann soweit. Unter großer Anteilnahme von Bürgern und Besuchern hat sich ein erstes Storchenpaar die Steveraue als Heimat auserkoren und gleich begonnen ihr Nest zu bauen. Wenige Wochen später haben drei Jungstörche das Licht der Welt erblickt.

Seither sind die stolzen und schönen Tiere ständige Gäste der Aue und bieten den Besuchern und zahlreichen Hobbyfotografen und Vogelliebhabern wunderschöne Anblicke.

 

Weitere Bewohner der Steveraue

Wildgänse wie die Graugans, die Nilgans und die Kanadagans sind ganzjährig auch als Brutvögel anzutreffen. Ebenso die Stockente und die Reiherente, das Bläßhuhn, das Teichhuhn und der Zwergtaucher. Die Rostgans ist als Durchzügler regelmäßig zu beobachten. Graureiher sind in der Aue ständig auf Nahrungssuche. Zwei Paare brüten inzwischen in unmittelbarer Nähe zur Aue in den Kronen von Fichten.

Eisvögel und Steinkäutze

Der Eisvogel hat in den vergangenen Jahren, auch bedingt durch die milden Winter, erfolgreich mehrere Bruten großgezogen. Als weitere Vogelarten in der Aue sind die Bachstelze und die Schafstelze aufzuführen. Auch ein Steinkauzpärchen kann im Bereich des Totholzhaufens am Eselstall in den Morgenstunden und in der Dämmerung beobachtet werden. In diesem Jahr hat es bereits zum zweiten Mal erfolgreich drei Jungvögel groß gezogen.

 


Verkauf von Tieren der Steveraue

Das Gelände der Steveraue ist auf ca. 100 ha. begrenzt. Konikponys, Heckrinder und Poitouesel haben aber einen bestimmten Raumbedarf. Um den Tieren bestmögliche Lebensbedingungen bieten zu können, darf dieser Raumbedarf nicht unterschritten werden.

Dadurch ergibt sich von Zeit zu Zeit die Notwendigkeit, die Herden zu verkleinern und Tiere zu verkaufen. Gerade die Konikponys und Poitouesel eignen sich gut für den Freizeitbereich. Heckrinder und Poitouesel können auch als Zuchttiere eingesetzt werden.