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RESI-EXTREM

BIS ZUR VERÖFFENTLICHUNG DER GEFAHRENKARTEN, WENDEN SIE SICH BEI FRAGEN HIERZU BITTE DIREKT AN FRAU POST (ipost@olfen.de ; Tel.: 01595 389-172)

Inhalt des Forschungsprojekts

Seit den Ereignissen, die im Sommer 2013 und 2014 stattfanden, sind viele Bürger/innen auf das Thema Extremereignisse, wie Starkregen, aufmerksam geworden. Vor allem die Ereignisse im Sommer 2013 werden mit vielen überfluteten Kellern und Straßen in Verbindung gebracht. Durch tatkräftige Unterstützung von vielen Seiten war es möglich diese Folgen schnellstmöglich zu beseitigen, allerdings stellt sich die Frage, wie häufig und stark die nächsten Wetterereignisse werden und ob alle Betroffenen bestmöglich auf ein ähnliches Ereignis vorbereitet sind. Aus diesem Grund beteiligt sich die Stadt Olfen an dem Forschungsprojekt RESI-extrem.

Inhalt von RESI-extrem ist die Auseinandersetzung mit der Problematik, wie allerorts auftretende und scheinbar unvorhersehbare Extremereignisse (Starkregen) in der Stadtentwicklung zukünftig in Vorsorge- oder Schutzkonzepten berücksichtigt werden können. Vor allem Städte kleiner und mittlerer Größe waren von Extremereignissen in letzter Zeit besonders stark betroffen und werden im Rahmen des Forschungsprojekts untersucht. Aus diesem Grund nehmen die Städte Olfen und Schwäbisch Gmünd (in Baden-Württemberg) an RESI-extrem teil und stehen sinnbildlich für Städte dieser Größenordnungen.


Ziel

Innerhalb der Projektarbeit sollen Ansätze erarbeitet werden, um kleine und mittelgroße Städte resilienter (widerstandsfähiger) gegenüber zukünftigen Extremereignissen zu gestalten. Dabei sollen die Ergebnisse in unterschiedliche, städtische Konzepten integriert und umgesetzt werden. Deshalb bilden das Ausmaß der bisherigen Ereignisse, das Verhalten in der Stadt während der Extremereignisse, sowie die Wahrnehmung und das Verhalten der Betroffenen in diesen Situationen die Grundlage für RESI-extrem. Besonders wichtig hierbei ist es herauszufinden, wie die Städte mit den Ereignissen umgegangen sind und welche Veränderungen aufgrund der Folgen/Schäden stattgefunden haben. Das Ergebnis von RESI-extrem zeigt auf, in welchen Bereichen das Verhalten und der Umgang mit den Extremereignissen verbessert werden kann, um zukünftige Schäden gering zu halten. Diese Informationen werden daraufhin in Handlungsempfehlungen beschrieben, die in einem Leitfaden erfasst und somit weiteren Städten zur Verfügung gestellt werden. Dieser Leitfaden soll den Kommunen als Hilfestellung dienen, die im Umgang mit Extremereignissen Handlungsbedarf erkennen.


Vorgehensweise

Viele Zwischenschritte führen dazu, dass das gewünschte Endergebnis erreicht werden kann. Zum einen werden Starkregengefahrenkarten erstellt, um besonders betroffene Gebiete in der Stadt herauszustellen und die Ursachen dieser räumlichen Schwerpunkte zu identifizieren. Darüber hinaus werden die Bürger/innen in das Forschungsprojekt eingebunden und können in zukünftigen Veranstaltungen ihre Erfahrungen mit den Ereignissen einbringen. Aufgrund dieser Ergebnisse wird die Resilienz der Stadt untersucht und daraufhin Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet, die darauf zielen in Olfen die Resilienz gegenüber solchen Ereignissen zu erhöhen. Vor allem Schwierigkeiten und unterstützende Faktoren, die sich in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit ergeben haben, werden betrachtet. 


Aus vorherigen Extremereignissen lernen

Die Frage Was wurde aus den vorherigen Extremereignissen gelernt?  Ist in dem Forschungsprojekt besonders interessant und identifiziert Schwerpunkte für die weitere Arbeit.

Diese Zwischenergebnisse tragen dazu bei, dass Anforderungen für resiliente Städte entwickelt werden können, um in den Kommunen gegenüber zukünftigen Extremereignissen besser gewappnet zu sein. Letztendlich werden die entwickelten Maßnahmen in einzelnen Gebieten Olfens umgesetzt und tragen zur Stärkung der Resilienz im gesamten Stadtgebiet bei. Daraufhin werden die Ergebnisse, wie bereits erwähnt, in einem Leitfaden zusammengetragen und zur Verfügung gestellt.

 

RESI-extrem führt somit zu einer Veränderung der Wahrnehmung innerhalb der Stadt und der Betroffenen gegenüber Extremereignissen. Die Ergebnisse finden Eingang in die zukünftige Stadtentwicklung und sollen Veränderungen bereits innerhalb der Projektlaufzeit anstoßen und die Umsetzung einiger Maßnahmen beinhalten. Aus den Extremereignissen 2013 und 2014 werden somit Schlussfolgerungen gezogen, wobei die Ergebnisse nicht nur in Olfen und Schwäbisch Gmünd Anwendung finden, sondern auch weiteren Kommunen zur Verfügung gestellt werden. 


Haushaltsbefragung der Stadt Olfen

Im vergangenen Jahr erhielten alle Olfener Haushalte im Rahmen des Forschungsprojekts RESI-extrem einen Fragebogen zum Thema Starkregenereignisse. Die Ergebnisse aus dieser Befragung liegen der Stadt nun vor.

Hierbei muss positiv hervorgehoben werden, dass die Anzahl der Rückmeldungen sehr hoch war. 606 Fragebögen wurden uns übermittelt, was ca. 11% der in Olfen gemeldeten Wohn- und Gewerbeadressen entspricht. Von diesen Haushalten waren nahezu alle Antwortenden schon 2013 und 2014 während der Starkregenereignisse ansässig.

Sehen Sie hier die Ergebnisse im Detail.

 


Informationen & Projektpartner


Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.uni-stuttgart.de/ireus/forschung/forschungsprojekte/laufende/RESI-extrem/index.html

http://www.irpud.raumplanung.tu-dortmund.de/projectdetails/viewproject/RESI-extrem/

www.resi-extrem.de

 

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Projektpartner:

Universität Stuttgart, Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung (IREUS)
Technische Universität Dortmund, Institut für Raumplanung (IRPUD)
Plan und Praxis GbR, Berlin (P+P)
Stadt Olfen
Stadt Schwäbisch Gmünd